RTI (Ramp Travel Index) Rechner

Ramp Travel Index (RTI) zur Messung der Fahrwerkverschränkung Ihres Fahrzeugs berechnen. Serien- vs. modifizierte Offroad-Leistung vergleichen.

Einführung

Der RTI (Ramp Travel Index)-Rechner misst die Federungsbeweglichkeit und Verschränkung eines Fahrzeugs – ein Benchmark für die Offroad-Kapazität, der von Wettbewerben wie dem Warn Offroad verwendet wird. Ein höherer RTI-Wert zeigt, dass das Fahrzeug flexibler ist und alle vier Räder länger im Bodenkontakt halten kann, was für die Traktion auf extremem Gelände entscheidend ist.

Funktionsweise

Die RTI-Formel lautet: '(Zurückgelegte Strecke entlang der Rampe / Radstand) × 1000'. Typischerweise wird auf einer 20-Grad-Rampe gemessen, bis ein Rad den Boden verliert. Das Ergebnis ist eine dimensionslose Zahl; ein Wert über 500 gilt als exzellent. Das Tool schätzt den RTI auch aus Federungsparametern ohne physische Messung.

Anwendungsbereiche

  • Nach abgeschlossener Fahrwerksabstimmung (Lift-Kit, Langarmanlage usw.) dokumentieren Sie die Verbesserung der Flexibilität mit einem genauen RTI-Wert als vergleichbaren Benchmark.
  • Vergleichen Sie RTI-Werte mit und ohne gelöste Stabilisatoren, um die datengestützte Auswirkung auf die Traktion im Gelände zu sehen.
  • Vor einem Offroad-Event oder Wettbewerb berechnen Sie Ihren offiziellen RTI-Wert vorab, um Ihre Einstufung zu bestimmen und Bereiche für weitere Verbesserungen zu identifizieren.

Vertiefender Leitfaden

RTI = (auf der Rampe zurückgelegte Strecke / Radstand) × 1000, gemessen bis ein Rad abhebt. Rechenbeispiel: Ein Fahrzeug mit 2.500 mm Radstand, das 1.500 mm die Rampe hochfährt, erzielt (1500 / 2500) × 1000 = 600. Um Werte fair zu vergleichen, muss der Rampenwinkel übereinstimmen — die gängigen Standards sind 20° und der strengere 23°-Winkel; ein auf einer 23°-Rampe ermittelter Wert ist nicht mit einem 20°-Wert vergleichbar.

Da der Radstand im Nenner steht, wird ein Fahrzeug mit längerem Radstand bei gleicher physischer Fahrwerkverschränkung benachteiligt — deshalb erzielen Kurzradstand-Fahrzeuge höhere RTI-Werte, selbst bei identischem Federweg. Ein häufiger Fehler ist, RTI als reines Flexibilitätsmaß zu verstehen — es misst tatsächlich die Verschränkung relativ zur Fahrzeuglänge, sodass zwei Fahrzeuge mit identischem Federweg sehr unterschiedliche Werte erzielen können.

Werte über 500 gelten als gute Verschränkung; modifizierte Trail-Fahrzeuge erreichen 800+ und Extremaufbauten überschreiten 1000 (das Fahrzeug fährt weiter die Rampe hinauf als sein eigener Radstand lang ist). Stabilisatoren trennen, längere Stoßdämpfer einbauen und weichere Federn verwenden erhöhen den Wert — übermäßige Verschränkung kann jedoch die Straßenstabilität verringern, weshalb Aufbauer einen Kompromiss zwischen RTI und Fahrverhalten anstreben statt die höchstmögliche Zahl zu jagen.